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Plasmagestützte Lösungen für das Anhaftproblem in medizinischen Dosiereinheiten

Die Idee der „Anti-Haft-Beläge“ ist von einfachsten Gebrauchsgegenständen, z.B. in einer Küche, wohlbekannt. Beschichtungen wie Teflon® werden u.a. auf Pfannen aufgebracht, um das Anhaften der Speisen zu verhindern. Anti-Haft-Anwendungen reichen jedoch weit über die Zubereitung von Lebensmitteln hinaus. Geräte zur Verabreichung von Arzneimitteln erfordern beispielsweise Dosiereinheiten, die ein Anhaften des Medikamentes an der Innenwand nicht zulassen. Nur so kann eine akkurate Dosierung von der ersten bis zur letzten Verabreichung sichergestellt werden. Um die Innenwände einer solchen Dosiereinheit „nicht-haftend“ zu machen, wird mit einem speziellen Plasmaprozess eine dünne teflonartige Beschichtung aufgebracht. Solche Beschichtungen haften leicht an einer Vielzahl von Materialien, wenn diese vorher mit dem sog. PECVD Verfahren behandelt werden. Als PECVD bezeichnet man die Plasma unterstützte chemische Abscheidung aus der Dampfphase. Sie basiert auf der Bildung von Monomeren im Plasma, die sich an der Werkstückoberfläche zu einer geschlossenen Schicht zusammenschließen (polymerisieren). Oberflächeneigenschaften von so abgeschiedenen Schichten werden durch die obersten zehn Nanometer bestimmt. Gasplasmaverfahren stellen hierbei eine zuverlässige, bio-kompatible und umweltfreundliche Methode dar, Oberflächenenergien durch die Polymerisation von Fluorkohlenstoffen gezielt und kontrolliert zu reduzieren.

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