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Reduzierung der Proteinanlagerung an Kathetern zur Minimierung der Thrombosegefahr und Erhöhung der Biokompatibilität

Um die Biokompatibilität im Körper zu erhöhen, muss die Gefahr der Thrombosebildung, d.h. die Neigung einer Oberfläche Blutgerinnung zu initiieren und Blutgerinnsel zu bilden, betrachtet werden. Viele unmodifizierte Materialien fördern die Proteinanlagerung und initiieren so den Prozess der Blutgerinnung. Um diesen Vorgang zu unterbinden, werden auf in-vivo Utensilien anti-thrombose Beschichtungen aufgebracht. Solche Beschichtungen haften jedoch oft sehr schlecht oder gar nicht an einer Polymeroberfläche. Eine Plasmabehandlung verbessert hier durch seine sehr spezifische Veränderung der Oberfläche signifikant das Bindungsbestreben der anti-thrombose Schicht. Dies wird durch eine chemische Veränderung der ansonsten inaktiven Oberflächen erreicht. Die Plasmabehandlung ist hierbei exakt zugeschnitten auf das entsprechende Grundmaterial, die Zusammensetzung der anti-thrombose Beschichtung sowie auf die erwartete Lebensdauer. Wenn ein Katheter in den Körper eingebracht wird, können Blutgerinnsel entstehen, die zwangsläufig zu einem vorzeitigen Austausch des Katheters führen würden. In diese Problematik wurde viel Entwicklungsarbeit investiert und die Ergebnisse zeigen, dass man durch eine Plasmabehandlung eine wesentlich höhere Verweildauer eines Katheters im Körper erhält als mit einem unbehandeltem Gegenstück. Ergebnisse aus Tierversuchen mit PUR Kathetern, die mit Plasma behandelt und anschließend mit Heparin beschichtet wurden, zeigten auch noch nach 30 Tagen Einbringung keinerlei Proteinanlagerung. Vergleiche mit plasmabehandelten PUR-Kathetern ohne Beschichtung wiesen eine geringfügige Proteinanlagerung auf, während die unbehandelten und unbeschichteten Katheter eine deutliche Thrombosebildung erkennen ließen.

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